Plovdiv (1928-1947)






Bereits 1923 dachte man an eine Niederlassung in der Hauptstadt Sophia und führte entsprechende Vorgespräche mit den Behörden wegen einer Unterstützung des Vorhabens. Bald aber erkannte man, daß Plovdiv wegen der Größe der dortigen armenischen Gemeinde – es gab dort siebzig Familien – die bessere Alternative war. Leider mußten die Wiener Mechitharisten das Land verlassen, und nach der Versetzung des letzten Paters nach Griechenland im Jahre 1828 waren die Armenier ohne Seelsorger. Sie baten daher den Nuntius Roncalli -den späteren Papst Johannes XXIII -, an deren statt die venezianischen Patres zu einer Schulgründung einzuladen. Daraus wurde jedoch nichts, sondern es gelang den Wienern, bereits im August desselben Jahres, vom bulgarischen Unterrichtsministerium die Genehmigung für eine Schulgründung zu bekommen. Also wurde in in der Armensko-Straße der Nähe der armenischen Kirche ein Holzhaus gemietet, und im Oktober 1928 begann der Schulbetrieb. Vorgesehen waren eine vierklassige Volksschule und ein achjähriges Gymnasium.

Die Schule war sehr angesehen, und genoß sosehr die Wertschätzung des Nuntius Roncalli, daß er ihr sogar zweimal eine Geldspende zukommen ließ.
Daß Internat wurde zu klein und übersiedelte 1929 in ein Mietshaus in der Pernik-Straße. Auch die Schule wurde wegen der steigenden Schülerzahlen in ein Mietshaus in der Luben Karavelov-Straße verlegt. 1932 übersiedelte die Schule dann nach Saat Tepe, wo in der Karaca-Straße zwei Häuser angemietet wurden. Die dort eingerichtete Schule verfügte sogar über eine Herz-Jesu Kapelle.

Ab 1933 wurden auch Mädchen in die Volksschule aufgenommen und man eröffnete einen Kindergarten für Vier- bis Sechsjährige.
1942 war die Zeit reif für den Erwerb eines eigenen Hauses. Die Schule erfreute sich eines ausgezeichneten Rufes als eine der besten Mechitharisten-Schulen.
Leider ging sie 1947 verloren, als die Regierung die Schließung aller Privatschulen verfügte.