Istanbul (seit 1825)






Einem ersten Versuch einer Schulgründung im Jahre 1811 war nur kurze Zeit Erfolg beschieden. Zunächst war dies eine Sommerschule in Kandilli, die im Winter nach Pera übersiedelte, 1812 gab es sogar zwei Schulen, denn in Pera wurde mit einer Sommerschule erweitert. Wegen Pesrsonalmangels konnten diese Schulen jedoch nur bis 1816 geführt werden.

Im Jahr 1825 wurde eine neuerliche Gründung vorgenommen, die bald von Yeni Carsi nach Pera verlegt wurde. Weitere Stationen waren Galata und Ortaköy und dann wieder Pera. Dieser oftmalige Ortswechsel erklärt sich aus der Tatsache, daß die Mechitharisten über kein eigenes Gebäude verfügten, sondern ihren Unterricht in angemieteten Häusern abhalten mußten.

Schließlich gelang es, im Jahr 1825 ein eigenes Grundstück in Pera zu erwerben und erst nach einigen Rückschlägen 1848 einen Neubau zu errichten, der aber zunächst vermietet wurde. 1853 zieht die Schule in den Neubau ein. Da die Niederlassung der Mechitharisten 1852 zum Kloster erhoben wurde, war im Neubau jetzt auch ein Kloster.
Ab 1857 gab es ein Internat in Pera, das nach einem Brand des Gebäudes schließlich in einen Neubau nach Pangalti verlegt. In Pera verblieb nur die Schule der Externen, die aber dann 1880 auch nach Pangalti kam.

1887 wird der Bitte um Subventionen von der Österreichisch-Ungarischen Monarchie nicht stattgegeben. Einerseits wegen der Orientierung am französischen Schulsystem und weil der Schulabschluß nicht den Anforderungen einer Inskription an einer österreichisch-ungarischen Hochschule genüge. Es gab jedoch eine mäßige Subvention der türkischen Regierung.

1915 wird dem Unterrichtssystem nach einer Überprüfung durch die türkischen Behörden die Anerkennung versagt. Jedoch nach dem Krieg und nach der Gründung der Republik wird das Unterrichtswesen vom nunmehr laizistischen Staat neu organisiert, und die Schule der Mechitharisten wird als erste unter dem Namen „Armenisch-katholische Schule“ offiziell anerkannt.

Zu Ostern 1927 legt man den Grundstein für einen Neubau und führte ab 1928/29den Unterricht für die Internen und einige externe Schüler nach dem türkischen Lehrplan. Die Schule war nun ein Lyzeum mit einer fünfjährigen Volksschule, einer dreijährigen .Unterstufe und einer dreijährigen Oberstufe. Ab 1932 folgte ein Kindergarten für Buben und Mädchen, und ab 1941 war auch die Volksschule gemischt, und ab 1988 können auch Mädchen ins Gymnasium aufsteigen.
Auch in der Gegenwart gehört die Schule zu den besten der Stadt.